Als schwangere Selbstständige kreisen dir vermutlich regelmäßig die verschiedensten Fragen und auch Sorgen durch den Kopf. Was passiert, wenn …? Die Angst, Kunden zu verlieren, nicht genug Geld zu verdienen oder das Business auf Eis zu legen, bringt viel Stress. Doch genau den sollst du ja eigentlich während deiner Schwangerschaft vermeiden.
Damit du die Zeit bis zur Geburt entspannter angehen kannst und für Eventualitäten gerüstet bist, zeige ich dir, wie du dein Business fit für diese besondere Zeit machst!

Sei offen

Informiere deine Kunden frühzeitig über deine Schwangerschaft und die Zeit, während der du kürzer trittst oder komplett ausfällst. Werde proaktiv und bespreche mit den Kunden, wie eine Zusammenarbeit in der Zeit aussehen kann.
Solltest du im Laufe der Schwangerschaft nicht fit genug für Projektarbeit bist sein, informiere deine Kunden direkt. Natürlich brauchst du nicht deine komplette Krankenakte offenlegen, aber sei ehrlich. Bis jetzt habe ich von keiner Selbstständigen erfahren, dass ein Kunde negativ darauf reagiert hat. Vielleicht kannst du einige Tasks auch noch übernehmen und den Kunden so dennoch entlasten? Oder du teilst die Arbeit mit einer Vertretung, die im Notfall komplett für dich einspringt.

Vertrau auf dein Netzwerk

Idealerweise verfügst du als Selbstständige bereits über ein gutes Netzwerk. Wenn nicht, ist die Schwangerschaft ein perfekter Anlass zum Knüpfen neuer Kontakte. Besonders wichtig sind dabei “Kolleginnen”, also Selbstständige mit den gleichen Kernkompetenzen wie du. Suche dir frühzeitig eine Vertretung, die deine Projekte im Notfall übernehmen kann.Damit dies reibungslos funktioniert, ein paar Tipps:
• Hole deinen Kunden mit ins Boot Informiere deine Kunden über die Vertretung und stelle ihnen diese am besten vorab namentlich vor. Das kannst du telefonisch machen oder gleich per Mail, mit der Vertretung in Kopie.
• definiere die möglichen Aufgaben, die anfallen Teile deiner Vertretung mit, welche Projekte du bearbeitest, welche Absprachen es mit den Kunden gibt und wer die Ansprechpartner sind. Erstelle vorher ein detailliertes Briefing und gehe dies mit ihr durch. Sind alle Punkte klar, kann im Fall der Fälle nicht viel schief gehen.
• Vereinbare unbedingt vorab mit deiner Vertretung, zu welchen Konditionen die Projekte im Bedarfsfall übernommen werden — frühzeitig und ohne Druck. Halte die Vereinbarung unbedingt schriftlich fest. So ersparst du dir eine Menge Ärger und böse Überraschungen in Form von Rechnungen, die weit über deinem eingeplanten Budget liegen.

Gebe ab

Gebe lieber einmal zu viel Arbeit ab. Natürlich schmerzt uns Selbstständige jeder “entgangene” Euro. Aber du und dein Kind sollten immer und ausnahmslos an erster Stelle stehen.Neben einer festen Vertretung kannst du für Zuarbeiten, Recherchen und andere kleine Tasks ebenso mit einer virtuellen Assistenz zusammenarbeiten. Am besten suchst du dir bereits früh jemanden und testest die Zusammenarbeit mit einem ersten kleinen Projekt aus. So bist du dir im Ernstfall sicher, dass die gewünschten Ergebnisse geliefert werden.

Sei realistisch

Auch wenn es der Wunsch aller Frauen ist, läuft leider nicht jede Schwangerschaft problemlos. So werden dich ein paar Tage Morgenübelkeit noch nicht in Bredouille bringen. Leidest du hingegen unter “echter” Schwangerschaftsübelkeit (Hyperemesis gravidarum), kann dich dies über Wochen oder gar Monate aus der Bahn werfen. Selbst ohne Übelkeit gleicht eine Schwangerschaft manchmal eher einer ruckeligen Achterbahn als einer kunterbunten Blumenwiese. Denn dein Körper macht viele Veränderungen durch und arbeitet auf Hochtouren. Plane daher für die Zeit deiner Schwangerschaft und nach der Geburt lieber mit weniger Arbeitskapazitäten. Konzentriere dich lieber auf kürzere Projekte anstatt langwierige Mammutaufträge zu akquirieren.Läuft deine Schwangerschaft optimal? Umso besser! Dann hast du dank dem Zeitpuffer nämlich endlich Gelegenheit, dich um deine Traumprojekte und Businessausbau zu kümmern.

Denke um

Dich schmerzt der Gedanke, weniger zu arbeiten und dein Auftragsvolumen herunterzuschrauben? Sieh dies nicht als Strafe oder Nachteil, sondern als riesengroße Möglichkeit zum Wachsen!Vielleicht hast du schon lange ein Projekt im Kopf, für das bis jetzt keine Zeit war? Oder du willst ein neues Angebot kreieren, dir fehlte aber bis jetzt der klare Kopf? Vielleicht schiebst du auch schon Monate die Umgestaltung deiner Webseite auf? Oder aber du träumst vom eigenen eBook?
Egal, was dir in den Sinn kommt: Nutze die Pufferzeiten dafür, an deinem Business zu arbeiten.

Kein Stress!

Klingt leichter als es ist, aber mache dir keine zu großen Gedanken und Sorgen um dein Business. Wenn du eine längere Babypause machen und gar keine Aufträge bearbeiten willst, tu das. Und auch wenn du entscheidest, direkt nach der Geburt oder einer kurzen Auszeit wieder zu starten, lasse dich nicht unter Druck setzen. Arbeite so viel, wie du magst und kannst.Denn bei all der Organisation solltest du eines nicht vergessen: deine Schwangerschaft und den Start in das neue Familienleben soweit möglich genießen. Dein Business wird nicht den Bach runter gehen, weil du einige Zeit nicht da bist.
Du musst auch nicht völlig von der Bildfläche verschwinden – nutze Anlässe dafür, dich in das Gedächtnis deiner Kunden zu rufen und die Beziehung zu pflegen.

 

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Maria

Maria

Business- und Marketing-Beraterin, Texterin

Hallo! Ich bin Maria und die Gründerin von home|office|mom. Hier unterstütze, inspiriere und motiviere ich Frauen wie DICH, ihr Business aufzubauen und ihre Träume und Pläne erfolgreich in die Realität umzusetzen. 

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