Ganz ehrlich: Wir sitzen doch alle im selben Boot. Wir haben ein Kind, zwei Kinder oder mehr. Wir gehen noch nicht arbeiten oder arbeiten schon von Zuhause. Wir fühlen uns isoliert. Business und Kinder konkurrieren um unsere Aufmerksamkeit. Während wir in den paar Monaten nach der Entbindung in der schönen Babyblase leben, hangeln wir uns von Stillpause zu Stillpause und schreiben dazwischen E-Mails oder telefonieren. Später nutzen wir die freie Zeit für unseren Beruf, sobald das Kind schläft, im Kindergarten oder gar in der Schule ist. Bei all dem Pausendenken fehlen uns Gleichsinnte oder Kolleg*innen, mit denen wir uns austauschen, uns messen, gegenseitig anspornen oder einfach nur lachen können.
Virtuelles Coworking als eine Form des New Work ist hierfür das Zaubermittel schlechthin. Was es genau bedeutet, erfährst du hier.

Per Definition gemeinsam stark

Einfach nur „zusammenarbeiten“ – das bezeichnet die im Silicon Valley entstandene Arbeitsform rund um den zeitlich und lokal flexiblen Arbeitsplatz für mehrere Menschen. Was für die einen ein großer offener Raum an einem fixen Ort ist, kann für uns Mütter auch ein virtueller Raum sein. Egal wo und egal wie dieser Raum aussieht, der Wohlfühlfaktor spielt eine zentrale Rolle: Hier habe ich ein gutes Gefühl, hier werde ich produktiv sein und arbeiten. Es geht weit mehr als um Räumlichkeiten, sondern auch um eine Kultur des Miteinanders. Beim Coworken unterstützt man sich gegenseitig, gibt Feedback oder beantwortet Fragen.

Ende letzten Jahres haben bereits mehr als 22.000 Menschen in Coworking-Spaces gearbeitet, Tendenz steigend. Aus aktuellem Anlass nimmt das Thema noch mehr Fahrt auf. Und gerade für uns Mütter bietet es viele Vorteile:

1. Fixe Termine

Wie in einem echten Büro, trifft man für seinen virtuellen Arbeitsplatz idealerweise Absprachen. Ich arbeite von neun bis 13 Uhr und abends nochmal, wenn die Kids schlafen. Hast du es notiert oder sogar noch mit deinen virtuellen Kollegen ausgetauscht, werden die Zeiten schon verbindlicher. Hier gibt es (fast) keine Ausreden!

2. Nette Kolleg*innen

Wie schön ist es doch, gleichgesinnte Working Moms virtuell zu treffen. Vielleicht haben deine Kolleginnen ein tolles Business, das deine eigene Dienstleistung ergänzt oder ihr könnt euch einfach nur gut austauschen und über eure Herausforderungen kurz quatschen. Das ist die ideale Basis für eine gelungen Arbeitszeit.

3. Kompetente Kolleg*innen

Noch besser wird es, wenn die Damen im virtuellen Coworking-Büro nicht nur nett, sondern auch kompetent sind. Egal in welchem Bereich, wir können uns gegenseitig unterstützen. Du, ich, wir – jede ist Profi in einem Fachgebiet und gemeinsam können wir vieles erreichen. Stell Fragen, tausche dein Wissen mit anderen aus und du wirst davon profitieren. Versprochen!

4. Klare Abgrenzung

Dass die Abgrenzung von Berufs- und Privatleben uns allen gut tut, wissen wir mittlerweile; dass es für uns Mütter, die im Homeoffice arbeiten, oft schwierig ist, wissen wir auch. Der virtuelle Raum und die Kolleginnen sorgen für Verbindlichkeiten, für Regelmäßigkeiten und damit für eine Trennung der beiden Bereiche.
Die Vorteile lesen sich schön. Natürlich werde ich dir zum Schluss die zwei Nachteile nicht vorenthalten: Du brauchst eine gute WLAN-Verbindung. Ohne Internet ist nichts los. Und es kann ablenken. Das virtuelle Büro landet per Videoübertragung auf deinem Bildschirm. Theoretisch kannst du wie früher nun deine Kolleginnen im real-life-Büro beobachten. Oder doch besser nicht! Denn bestimmt kommt gleich das Kleine zum Stillen oder der Große braucht ein Glas Wasser. Deswegen besser dranbleiben und konzentriert arbeiten!

 

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Regine

Regine

Marketingberaterin, Strategin und Texterin

Hi, ich heiße Regine und bin als Selbstständige ein Homeoffice-Fan. Als Mutter von zwei quirligen Jungs schreibe ich im Blog über meine Learnings und wie ich Business und Familie gut unter einen Hut bekomme.

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